Michael Crichton PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von der Redaktion - unvergessene.de   
* 23.10.1942     † 04.11.2008

Schriftsteller, Drehbuchauthor , Regisseur
 
Der durch Filme und Fernsehserien wie "Jurassic Park" und "ER" berühmt gewordene US-amerikanische Autor Michael Crichton ist am Dienstag in Los Angeles an einem Krebsleiden gestorben.

John Michael Crichton, der  am 23 Oktober 1942 in Chicago das Licht der Welt erblickte, war Autor zahlreicher Bücher und Drehbücher. Crichton wurde unter anderem durch die Steven Spielberg Verfilmung (1993) seines Romans "Jurassic Park" (1990)  und die von ihm verfasste Fernsehserie ER (Emergency Room- Die Notaufnahme, 1994) weltweit berühmt. Er veröffentlichte mehr als 26 Romane darunter Bücher wie z.B. Andromeda, Der große Eisenbahnraub, Die vergessene Welt und Welt in Angst, schrieb zahlreiche Drehbücher, und war auch als Produzent und Regisseur erfolgreich.

Der heute als Romanautor bekannte Crichton studierte zunächst Anthropologie, danach Medizin an der Harvard University in Cambridge Massachusetts, und promovierte dort 1969. Nachdem er ein Jahr als Assistenzarzt in Kalifornien gearbeitet hatte, widmete er sich seiner eigentlichen Passion, dem Schreiben. Seine ersten Romane und Erzählungen entstanden schon in den 1960er Jahren unter den Pseudonymen Jeffrey Hudson und John Lange. In den folgenden Jahren wurde Crichton vor allem durch seine Romane bekannt, die häufig eine Mischung aus Science-Fiction,  Abenteuergeschichte und Populärwissenschaftlichen Thriller waren, und wurde so zu einem der erfolgreichsten Autoren der USA dieser Genres.  Zahlreiche Verfilmungen mit zum Teil Starbesetzung folgten, wie 1979  The great train robbery (Der große Eisenbahnraub, Sean Connery in der Hauptrolle), 1993 Rising sun (Nippon Connection, 1993 verfilmt mit Sean Connery) und Filme wie Disclosure (Enthüllung, mit Michael Douglas und Demi Moore) oder Twister (1996 mit Helen Hunt). So erhielt er infolge zahlreiche Preise, unter anderem den Schriftstellerpreises des amerikanischen Ärzteverbandes AMA für Fünf Patienten/Notaufnahme , 1995 der Oscar für technische Errungenschaften, und 1995/96 den Emmy-Award für ER.

Auch und eben weil Crichton in seinen Werken meist kritisch aktuelle wissenschaftlichen Themen und Probleme aufgriff und diese auf seine Art populärwissenschaftlich der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen versuchte, waren seine Romane sowohl Inspiration als auch Gegenstand heftiger Diskussionen. So erhielt eine von Chinesischen Wissenschaftlern neu entdeckte Ankylosaurierart zu Ehren von Crichton und dem Schwedischen Paläontologen Birger Bohlin den wissenschaftlichen Namen Crichtonsaurus bohlini.  Sein vorletzter Roman State of fear (2004, ) hingegen stieß auf harte Kritik vor allem seitens der Wissenschaft und der Umweltorganisationen, die ihm eine z.T. falsche oder irreführende populär-wissenschaftliche Darstellung von wissenschaftlichen Fakten vorwarfen. In dem Buch geht es um eine "Umweltorganisation", die versucht durch Inszenierung von Umwelt-Katastrophen, die scheinbar fehlenden wissenschaftlichen Beweise für den Klimawandel zu verdecken. Crichton Arbeiten haben, wenn auch meist fiktional, immer einen Bezug zu der Welt gehabt in der wir leben und die Romane und die aktuellen Themen, die er darin immer wieder aufgriff, sind es, nicht zuletzt der Probleme wegen die er zu Sprache brachte, wert unvergessen zu bleiben.

Der Autor hinterlässt seine Frau Sherri und seine Tochter.

 
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